BUTLER 3


Das Skript für diese Performance geht vom Skript für die Performance BUTLER 2 aus und wurde auf die Räume und den Kontext von «SAGEN UND ZEIGEN — Schrift in der Kunst» in den Räumen des Kunstvereins Bamberg ausgerichtet.

Unsere Ankündigung ist Konzept

Die Ankündigung für eine Performance ist immer schon ein halbes Versprechen. In bereits zwei Läufen haben wir uns schon in dieser Performance in den Butlerschen Kosmos vorgetastet. Garantiert wird für diesen dritten Lauf unter veränderten Bedingungen mehr als halbwegs, dass die Performance stattfindet und dass es Zuschauer*innen ebenso braucht wie uns, Bernadett und Dorothea, unser Material und das Vorhaben: uns von Texten von Judith Butler, von (tierischen und theoretischen) Fakten und Fiktionen durchschütteln zu lassen, zähe Schriftbahnen auszurollen und einzuholen, sie dem Boden und den Wänden auszusetzen, all das mit einer Planke zu prüfen, die wir eventuell vor Ort in Bamberg finden, und dabei werden wir zeitweilig, im Angesicht von 'undoing gender', auf den Falten von Philosophie und Alltagslogik surfen. Un-doing space, speech, and plans, and doing what is necessary in a situation ... 

In unserer Zusammenarbeit interessiert uns, wie Theorie in Performance übersetzt werden kann und wie sich Performances mit Theorie herumschlagen könnten.

Und ein Schlüsselsatz für diese Arbeit, ein Zitat von Judith Butler: «Jedes Mal, wenn ich versuche, über den Körper zu schreiben, endet es damit, dass der Text von der Sprache handelt.» aus Körper von Gewicht (da auswendig zitiert keine Seitenangabe).
Dorothea macht daraus etwas wie: «Jedes Mal, wenn ich versuche etwas zu schreiben, endet es damit, dass ich mit dem Körper / über den Körper schreibe.» 

Skript Dorothea mit Raumplan