Alles wird gut

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Das kuratorische Konzept 'Vom Fuss der Mauern in den Horizont' von Susann Wintsch

Die künstlerische Bespielung des Zuger Kantonsspital, Baar – ein unkonventionelles Kunstprojekt. Die Zürcher Kuratorin Susann Wintsch ging als Siegerin aus dem Wettbewerb für Kunst am Bau beim Zuger Kantonsspital in Baar hervor. Mit ihrem Projekt «Vom Fuss der Mauern in den Horizont» soll der Spitalalltag positiv und poetisch beeinflusst werden. Der Zuger Wettbewerb war insofern speziell, als nicht Kunstschaffende zur Teilnahme eingeladen wurden, sondern Kuratorinnen und Kuratoren. Susann Wintsch gewann nach der Präqualifikation unter drei weiteren Mitbewerbern bzw. Bewerberinnen und überzeugte die Jury – bestehend aus Vertretungen des Spitals, des Architektur- büros, der kantonalen Verwaltung und externen Fachpersonen – weil ihre Idee einerseits die architektonische Ästhetik des transparenten Spitalgebäudes weiterführt und anderseits die Umgebung subtil einbezieht und so den Blick aus dem Gebäude hinaus in die umliegende Landschaft öffnet. «Der künstlerische Ansatz der Arbeit mit dem Körper im öffentlichen Raum greift das zentrale Thema des Spitals auf und wird den Alltag in Baar auf poetische Art und Weise bereichern», war die Jury überzeugt. Sie sei gespannt, was in den kommenden drei Jahren kreiert und visualisiert würde. 

Meine Arbeit «Alles wird gut» war die erste von sechs Etappen der künstlerischen Bespielung des neuen Zuger Kantonsspitals. Das kuratorische Konzeptträgt den Titel «Vom Fuss der Mauern in den Horizont», weil es an die grosszügigen Fensterfronten des Neubaus anknüpft. Die Fenster sind ein zentrales Element der Spitalarchitektur. Sie öffnen den Blick nach Aussen und spannen so eine Brücke von einer Realität in eine andere. Denn wer aus dem Fenster schaut, lässt die Gedanken schweifen, strömt über Felder und Hügelzüge, betritt neue Räume und Zeitachsen.

Einladungskarte für finale Setzung aller sechs Etappen